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Wie ich nach Deutschland kam :

 

Guten Tag, falls es Sie interessiert, hier mein Geschichte !
 
Geboren wurde ich Ende 2008 im Bundesstaat Ohio in den USA !
 
Meine "Eltern" sind Honda Japan und Honda USA.
 
Da meine Eltern sehr viele "Kinder" haben war von Anfang an geplant mich zwecks "Adoption" nach Europa zu schicken.
 
Als ich auf die Welt kam war ich schon ein "Propper Kerlchen" !!
 
Ich habe von Geburt an einen 6 Zylinder Boxermotor mit 1832 ccm, der 118 PS leistet.
 
Da es in Europa viele "Adoptiveltern" gibt, die keine Karten lesen können gaben mir meine Eltern noch ein Navigationsgerät mit auf den Weg (von "Onkel" Garmin) !
 
Außerdem habe ich einen Airbag, über den inzwischen, seit dem Test vom ADAC auch in Deutschland keiner mehr lacht !!
 
Über die "normale" Austattung eines modernen Motorrades wie ABS, 3 Kolben Bremsanlage, HiFi - Sound, Griff und Sitzheizung, Tempomat etc. brauche ich ja hier nicht zu erzählen.
 
Anfang 2009 (ich bin ein EU - Modell 2009) wurde ich in eine hässliche Kiste gepackt und durfte meine erste Schiffsreise machen.
 
Leider habe ich von der schönen Fahrt nach Europa nichts mitbekommen, da diese Schei…Kiste keine Fenster hatte und es im Laderaum eh dunkel war !!
 
Ich landete dann im Zentrallager Europa und wartete das mich einer adoptiert !
 
Ich wartete…und wartete….aber nix passierte.
 
Man schickte mich dann nach Polen, aber da im Zentrallager in Warschau war es auch nicht schöner.
 
Inzwischen hörte ich, dass schon ein "Modell 2010" verkauft wurde, das zwar technisch identisch ist, aber die "aktuellen" 2010er Farben hat, und meine Chancen auf Adoption wurden immer geringer !! (Heul)
 
Im März 2010 (ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben) wurde ich plötzlich mit einem Gabelstapler auf einen LKW verladen.
 
Wie ich nachher erfahren habe, hatte mein jetziger "Adoptiv-Vater" bei Mobile.de eine Annonnce eines Honda Händlers in Warschau gelesen.
 
Da er kein polnisch spricht (Was kann der eigentlich ?) hat er seinen Freund Bernd, der schon seit Jahren in Polen lebt, und einen Cousin von mir adoptiert hat, angemailt und um Hilfe gebeten.
 
Dieser Bernd (ist ganz nett, ich habe ihn ja kennengelernt) hatte kein gutes Gefühl bei dem Dealer in Warschau und hat deshalb bei seinem Honda Händler in Bielsko mal nachgefragt.
 
Der hat mich dann (nachdem die "Adoptivkosten" ausgehandelt waren) aus der staubigen Halle in Warschau abholen lassen um mich für die anstehende Adoption schön zu machen.
 
Mein "Adoptiv - Vater" wollte eigentlich nit einem "Flugbus" (warum fliegt so ein großer Bus eigentlich, obwohl er so viele Räder hat ??) zu mir nach Polen kommen. (Köln-Krakau 90 min/50 Euro)
 
Aber weil die "Isländer" zuviel Asche geschickt haben (ich dachte die Isländer haben seit der Bankenkrise keine Asche mehr ) musste er ein "Eisenpferd" nehmen (Bahn = 21 Stunden / 170 Euro) und wir konnten uns endlich kennenlernen.
 
Eigentlich heisst er ja "Jörg" aber die anderen "Adoptiv-Väter" nennen ihn alle "Barrabass" (komisches Volk).
 
Mir hat er den Namen "Stanley" gegeben, weil wohl die Namen aller seiner früheren Adoptiv-Kinder (alle mit mir verwand = Honda)auch mit "St" anfangen.
 
Bernd hat dann gleich gelacht und gesagt "Stan & Olli = "Dick und Doof", das passt ! (ich weiß bis heute nicht was daran lustig sein soll)
 
Ich muss ihm wohl nicht so richtig gefallen haben, denn er hat gleich angefangen sinnlose Chromteile an mir zu befestigen ! (Als ob ich nicht schon schwer genug wäre > 400 kg)
 
Aber dann ging es endlich los ! Mein Gott wie lange hatte ich darauf gewartet endlich fahren zu dürfen.
 
Die ersten Kilometer mit ihm waren etwas gewöhnungsbedürftig weil er meine Stoßdämpfer mit seinem Gewicht ganz schön strapazierte.
 
Aber ich war so glücklich, dass ich endlich auf der Straße war, das es mir schon bald nichts mehr ausmachte.
 
Hinter der Grenze gab es einen tollen Highway (A4) auf der man richtig schön "rollen" konnte.
 
Barrabass gab mir die "Sporen" und wo wir gerade ein 4 rädriges "Motorrad" mit 4 Ringen von der von der linken Spur gepustet hatten, fing ich an zu spucken und konnte nicht mehr schneller.
 
Mein Eltern hatten mir doch tatsächlich einen "Spaßbegrenzung-Virus" mitgegeben (Drehzahlbegrenzer), der mir so zu schaffen machte, das ich bei 235 km/h nicht mehr konnte. (Obwohl es bergab ging)
 
Egal, es fing eh´ kurz vor Dresden an zu regnen und Barrabass übergab mir das Kommando (Tempomat) so sind wir dann gemütlich mit 170 km/h dahin gebummelt.
 
Wir fuhren insgesamt 736 km und ich war gerade schön warmgelaufen als "Barrabass" müde wurde und in Treuen beim Veitenhäuser Station machte.
 
Die hatten auch ein "Adoptivkind" , aber das war so klein das es fast in meinen Seitenkoffer gepasst hätte.
 
Am nächsten Tag haben wir noch einen Typ besucht, der "Dinö" heisst und einen Vorfahren von mir adoptiert hat (Sevenfifty) !
 
Dann sind wir rund 400 km zu "Barrabass" Freunden das sind auch BhB´ler gefahren.
 
Kurz vor dem Ziel haben wir doch tatsächlich trockengefahren !!
 
Und das obwohl ich die ganze Zeit versucht habe Barrabass an eine Futterstelle (Tanke) zu locken. (Warnlampe)
 
Wahrscheinlich ist er eingeschlafen und hat vergessen den "Intercityzuschlag" zu berücksichtigen wenn wir permanent schneller fahren als die Betriebserlaunis das vorsieht (max. 130 bei vollen Koffern)
 
Bei dem "König der Ratten" hatte ich ein schönes Einzel-Zimmer und ich freute mich schon darauf am nächsten Tag mein neues Zuhause kennenzulernen.
 
Aber erstens kommt es anders, und zweitens.... muss man immer damit rechnen das so ein "Fischkopp" (Abyss) mit seiner schielenden Ente (12er GS), (das sind diese Bremsklötze die einem dauernd im Weg stehen und die man aber dann in den Kurven bequem auf der "Außenbahn" überholen kann) als Überraschung auftauchte und Barrabass mit zur Grillparty in der Pension Arnold "abschleppte".
 
Auf dem Weg dahin (der Fischkopp war schon vorgefahren) haben wir noch mehr von diesen komischen Schnabeltieren gesehen. Aber die sind echt unhöflich !! wenn man die in der Kurve überholt, dann grüßen die noch nicht mal !!
 
Am Tag haben wir dann endlich mein neues Zuhause erreicht.
 
Er hat mir dann auch gleich "mein Zimmer" gezeigt, das ich allerdings mit 3 anderen teilen muss.
 
Die Kleine Vicky (er nennt Sie liebevoll "Kackstuhl") wurde von seiner Frau Sylvia "adoptiert" !
 
Dann gibt es da noch einen uralten Vorfahren von mir der wohl sein Gnadenbrot bekommt.
 
Und dann "wohnt" da noch ein älterer "Onkel
 
von mir, der aber aus Platzgründen demnächst zur Adoption freigegeben wird.
 
So das wars erstmal von mir.
 
Ich freue mich schon darauf den ein oder anderen bei einem Stammtisch oder Treffen kennenzulernen.
 
Herzlichst
 
Euer "Stanley"